Die große Angst geht um


Im Herbst nächsten Jahres sind Wahlen, die Bundestagswahlen. Seit bestehen der AfD kann diese Partei seit einigen Monaten mit steigenden Wählerzahlen und Mitgliederzahlen aufwarten.

Die Angst geht um in Deutschland, Angst vor einer Partei die man doch mit allen zur Verfügung stehenden Mittel versucht hat in Mißgunst zu bringen. Von einer rechtspopulistischen Partei ist die Rede, von einer Partei mit Ausländerhassern und homophoben Menschen. Die politischen Gegner ließen nichts aus, diese Partei zu diffamieren und trotzdem stiegen die Zahlen weiter zum Schluß bundesweit auf ca. 14 % im Hochgeschwindigkeitsmodus.

Doch plötzlich, eine Vollbremsung. Die Frau Merkel hält noch den Griff der Notbremse in der Hand, als es schon im Zeitungswald rauscht.

„Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, der AfD mit Argumenten und „ohne Schaum vorm Mund“ zu begegnen. Angesichts des Aufstiegs der rechtspopulistischen Partei forderte die CDU-Vorsitzende am Dienstag entschiedener zu erklären, „was wir wollen, wohin wir gehen, welche Überzeugungen uns tragen.“

Von der Meinung:“ Wir reden nicht mit Dir“ bis „Wir ignorieren Dich“, jetzt plötzlich Gesprächsangebote mit dem Wähler.

Eine Vollbremsung von 100 auf Null in Sekunden.

„was wir wollen, wohin wir gehen, welche Überzeugungen uns tragen“

Jetzt wird geklärt was schon vor ein paar Jahren hätte gesagt werden sollen. Bis zum heutigen Tag hat es niemand interessiert was die Wähler denken, auch nicht die CDU. Frau Merkel ging ihren Weg, ohne zu fragen ohne auf Nachzügler zu warten und ohne sich überhaupt Gedanken zu machen wie es weiter gehen soll.

Nun die große Wende?

Natürlich nicht. „Merkel widersprach Berichten, wonach es sich dabei um einen neuen Kurs im Umgang mit der AfD handele.“

„Es gibt keinerlei neue Strategie“, sagte die Kanzlerin in Berlin.

Frau Merkel eine neue Strategie hat auch niemand erwartet, im Gegenteil. Warum sie jetzt plötzlich diesen Sinneswandel einschlagen, wird wohl nur ihr Geheimnis bleiben. Die Vermutung liegt nahe, das der CDU Vorstand das kippen der Partei endlich bemerkt hat, oder registriert hat.

Bei 8 bis 9% Punkte die man an Wählergunst verloren hat, mußte man sich nun dazu entscheiden um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden.

Mehr ist es nicht. Man will es nicht. Aber es bleibt nichts anderes übrig.

Die Zielgruppe befindet sich „rechts von der Mitte“, also einer Wählergruppe die schon immer CDU/CSU lastig war. Will man sie nun neu entdecken?

Genau diese Wählergruppe war es die sich immer mehr von der CDU entfernte, die sich immer mehr der AfD zu wandte.

„Dass die AfD derzeit einen Aufstieg als politische Kraft rechts der Union erlebt, hat bei CDU und CSU große Beunruhigung ausgelöst. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Dienstag, Merkel habe tags zuvor in der CDU-Präsidiumssitzung gesagt, die Union müsse verstärkt auch auf konservative Wähler rechts von der politischen Mitte zugehen, um AfD-Anhänger zurückzugewinnen.“

Aber:“ „Es gibt keinen Kurswechsel.“

Wir machen also weiter wie bisher, nur: „Wir sollten nicht dazu übergehen, die AfD zu ignorieren oder zu beschimpfen“, sagte CDU-Vizechefin Julia Klöckner der „Rheinischen Post“. Die CDU müsse „heikle Themen offen erklären und diskutieren, um so AfD-Wähler mit Argumenten zurückzuholen“.

Heikle Themen offen klären und zu diskutieren will man jetzt. Das wollte die AfD und vor allem deren Wählerschaft schon von Anfang an. Woher diese Erkenntnis der CDU kommt, kann man wiederum nur mit dem „freien Fall“ der CDU erklären.

Denn:“ Die bisherige Strategie, die AfD zu ignorieren oder auf keinen Fall mit ihr zu diskutieren, sei gescheitert, sagte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach der „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe).“

Also gab es sie doch, die Strategie nicht hinzusehen es klärt sich schon von allein, Praxis. Allerdings hat man mit solch einer Praxis noch nie Wähler überzeugen können.

Die CDU macht dies nicht aus Überzeugung das sie etwas falsch gemacht haben könnte, hier geht es einzig und allein nur um die fallenden Wählerzahlen. Es wird sich nichts ändern, weder in den politischen Zielen noch bei den Zahlen der sogenannten Flüchtlinge noch im Umgang mit der Türkei.

Argumente sollen sprechen, statt auf die „Wähler einzuprügeln“. Welche Argumente das sind, werden wir in den nächsten Monaten erfahren und ob bei den Gegenargumenten die CDU nicht wieder in ihr altes Klischee verfällt, bleibt abzuwarten. Fakt ist, man braucht Wähler, denn eine Mehrheit von SPD und CDU ist in Gefahr und somit politisch gesehen schwierig, falls sich SPD, Grüne und Linke zusammen tun ist die Mehrheit futsch und die CDU/CSU im AUS.

Der Wähler sollte die nächsten Monate lernen zwischen den Zeilen zu lesen und auf alle Untertöne hören, bevor er sich entscheidet. Wie es weiter geht und wie die Wahlen ausfallen werden sieht man in ca. 14 Monaten. Bis dahin kann viel passieren, bis dahin können noch viele Fehler gemacht werden, nicht nur von der AfD, sondern auch den anderen Parteien. Der Schuß vor dem Bug der CDU war die Wahl in Baden-Württemberg.

Es wird sich zeigen wie man von Seiten der CDU nicht nur mit dem Wähler umgeht oder der AfD, sondern auch wie man mit Flüchtlingen und dabei vor allem mit den abgewiesenen Asylanten umgehen wird.

Es wird sich zeigen wer zum Tag der Bundestagswahl schlußendlich der vermeintliche Sieger und der wahre Sieger ist.

Advertisements

Autor: wreinerschoene

Überzeugter Antikommunist aber Demokrat aus Überzeugung, Erster Ausreiseantrag 1974, verabscheut Diktaturen jeder Art, Das deutsche Grundgesetz ist das beste und aussagekräftigste Gesetz für Deutschland, Für absolutes und strengstes Verbot aller ehemaligen DDR Symbole, Partnerschaft mit den USA, Israel und allen Staaten, Kolumnist bei "conservo" und "Journalistenwatch", I love Texas and the Texas Cowboys for over 30 years,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s