Die Angst der deutschen Frauen


Ein Artikel in der Online Ausgabe des Focus zeigt anhand von Beiträgen von Frauen, wie sich die Angst in Deutschland bei Frauen um sich greift.

http://www.focus.de/politik/deutschland/wie-sicher-fuehlen-sich-frauen-in-deutschland-entsetzt-schob-ich-die-haende-weg-dieses-bild-hat-sich-eingebrannt_id_6462730.html

Eine Beiträge möchte ich hier zum besten geben:

Isabella D.: Die Situation als Frau hat sich für mich sehr wohl die letzten 2 Jahre verändert! Kein Mann kann nachvollziehen, wie man sich als Frau fühlt! Die Angst vor sexueller Belästigung ist bei mir stark gestiegen! Früher gab es ja auch schon Migranten, an Bahnhöfen konnte man sich schon in den 80er- Jahren als blonde Frau nicht wirklich wohlfühlen. Allerdings blieb es meist bei Gegaffe oder bei einem „Tse-Tse“, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Heute werden definitiv Grenzen überschritten!

Das Schlimme hierbei ist für mich der Gedanke, dass der Staat diese Leute permanent laufen lässt!! Mein Staat steht im Fall einer Belästigung null hinter mir. Ich besitze mehrere Pfeffersprays, für alle Jackentaschen. Hand in der Tasche, Finger auf dem Abzug, ich kann mich nur selber verteidigen!! Leider.

Melanie D.: Mein Sicherheits-Gefühl hat sich seit eineinhalb Jahren, und speziell nach Silvester in Köln, stark verändert. Ich bin 44 Jahre alt und seit meiner Jugend bin ich als Mädchen und Frau sicherlich abends eh immer vorsichtig und wachsam gewesen. Ich habe mit Ende 20 in Berlin gelebt und bin auch nachts unterwegs gewesen bzw. U-Bahn gefahren. Ich habe mich allerdings nie unwohl gefühlt. Heute würde ich sowas nicht mehr machen.

Jetzt wohne ich in NRW. Das Straßenbild hat sich in der letzten Zeit stark verändert. Immer mehr „südländisch“ aussehende Typen sind auch in unserer Kleinstadt unterwegs. Ich wechsel die Straßenseite, wenn mir mehrere von ihnen entgegenkommen. Obwohl mich das sehr von mir ärgert. Schließlich wohne ich seit meiner Geburt in Deutschland, das ist meine Heimat und nicht deren, und da möchte ich mich sicher fühlen.

Morgens 5.30 und abends ab 20 Uhr muss ich mit den Hunden raus. Ich habe eine starke Blendtaschenlampe, ein Pfefferspray und eine Trillerpfeife dabei, aus Sicherheitsgründen.

Natalie B.: „Gelegentlich kommen Rufe auf der Straße, was ich vorher nicht kannte und sehr unangenehm finde, wenn ich alleine unterwegs bin. Um ein Haar wäre ich an Silvester 2015/2016 nach Köln gefahren. Ich habe mich glücklicherweise dagegen entschieden, habe seitdem aber Menschenmassen in der Dunkelheit gemieden.

Sowieso gehe ich nirgendwo im Dunkeln allein hin. Wenn ich mit der Bahn an unserem kleinen Bahnhof ankomme, steht mein Vater immer dort, um mit mir durch die einsame Unterführung zu gehen. Alleine traue ich mich das nicht mehr!

Ich habe mir vor ein paar Monaten zwei Dosen Pfefferspray bestellt von Amazon. Zwei, um sicher zu gehen, in beiden Winterjacken immer eine dabei zu haben. Das hilft etwas, weil ich rein körperlich jedem Angreifer unterlegen bin. Wieso das alles? Es beunruhigt mich sehr, dass nicht mal der deutsche Staat weiß, wer sich hier aufhält.“

Uschi J.: „Morgens verlasse ich im Halbdunkel das Haus auf dem Weg zur Arbeit, abends komme ich im Dunkeln zurück – es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich schon in der Früh oder um 17:00 Uhr ein mulmiges Gefühl habe auf dem Heimweg an den Stadtrand.

Handtaschenraub, sexuelle Übergriffe – dabei handelt es sich ja meist auch um unterschiedliche Tätergruppen – aber in der Summe muss man damit ständig vor irgendwas auf der Hut sein. Ich selbst leide seit den Vorkommnissen in Köln und vielen anderen Städten an einem Dauerunwohlgefühl und ich bin wütend, von Männern plötzlich wieder wie ein rohes Stück Fleisch begafft und behandelt zu werden.

Ich war in den 70er Jahren in einer Grenzstadt mit hoher Kriminalität in der Frauenbewegung. Damals haben wir skandiert: „Wir holen uns die Nacht zurück“ und sind damit in der Nacht zunächst in Gruppen durch die Straßen gegangen. In München habe ich mich immer halbwegs sicher gefühlt und war – auch beruflich bedingt – abends immer viel unterwegs und immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Das geht jetzt nicht mehr. Heute haben wir nicht mal mehr den Tag!“

Kati L.: „Ich lebe in einer Kleinstadt in Hessen und auch ich fühle mich nicht mehr so sicher wie noch vor einigen Jahren. Bis vor einem halben Jahr bin ich noch ziemlich unbedarft nach Hause gelaufen. Je nach Schicht endet meine Arbeit gegen 21, 23 oder auch mal 2 Uhr nachts. Das Auto habe ich mir bisher gerne gespart und der Heimweg von rund 45 Minuten ist nach einer langen Schicht auch eine schöne und erholsame Abwechslung.

Bisher war mir der Heimweg auch nie mulmig. Aber im letzten Jahr sind ein paar unschöne Dinge hier passiert (Schlägereien und auch sexueller Missbrauch gegenüber Frauen). Nicht nur habe ich mein Haus mittlerweile zusätzlich abgesichert, sondern ich laufe auch nicht mehr heim. Meine Schichten mache ich nur noch bis 21 Uhr. Das schränkt mich zwar ein und ich bekomme oftmals keine vollen Schichten mehr (das heißt mir fehlt am Monatsende Geld), aber mir geht Sicherheit dennoch vor!

Dennoch muss ich sagen, ich hätte da vor einem Jahr nie drüber nachgedacht! Die Sicherheit hat einfach abgenommen! Daher auch die Absicherung der Häuser oder Wohnungen. Da hätte doch vor ein paar Jahren beim Hausbau noch niemand drüber nachgedacht.“

 Es geht immer so weiter. Unsere Frauen haben Angst, das ist der Konsens aus den vielen Zuschriften, denn das hier ist wirklich nur ein Auszug.
Wie lange soll das noch so weiter gehen. Liebe Regierung. Ich bin der Meinung das euer Gegensteuern jetzt gefragt ist. Die Sicherheitskräfte versuchen ihr bestes, aber ihr habt nur einen wirklichen sicheren Gedanken: Bloß den Rechten keinen Ansatzpunkt liefern und deshalb wird auch nicht viel darüber geredet.
Und genau mit dieser Einstellung liefert ihr Kritikern ein Argument nach dem andern. Macht nur weiter so, man kann sich sicher sein das diese Einstellung sich im Herbst bemerkbar macht.

Autor: wreinerschoene

Überzeugter Antikommunist und trotzdem kein Faschist, Erster Ausreiseantrag 1974, verabscheut Diktaturen jeder Art, Das deutsche Grundgesetz ist das beste und aussagekräftigste Gesetz für Deutschland, Für absolutes und strengstes Verbot aller ehemaligen DDR Symbole, Partnerschaft mit den USA, Israel und allen Staaten, Kolumnist bei "conservo" und "Journalistenwatch",

1 Kommentar zu „Die Angst der deutschen Frauen“

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